Berufe mit Zukunft

Wer Zukunft hat, der hat auch Wünsche an seinen Beruf.
Um fit für die Zukunft zu sein, ist es gut zu wissen, wohin der Trend geht. Behagliches Raumklima, stilvolle Bäder, moderne Solartechnik, Regenwassernutzung - die SHK-Berufe bieten vielfältige Möglichkeiten, sich kreativ und dabei gleichzeitig mit modernster Technik zu beschäftigen.
Darum entscheiden sich jährlich 70.000 Schulabgänger für den Beruf des Anlagenmechanikers für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik. Mit ca. 2.000 Ausbildungsplätzen liegt der Beruf des Klempners an dritter Stelle, gefolgt von den Kachelofen- und Luftheizungsbauern.

Die Voraussetzungen

Die SHK-Berufe verlangen einen hellen Kopf, handwerkliches Geschick, technisches Verständnis und Gründlichkeit. Jeden Tag müssen neue Aufgaben kreativ gelöst werden. Darüberhinaus stellt jeder Beruf andere Herausforderungen.

Berufsbilder

Anlagenmechaniker/in für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik

Das Aufgabengebiet des Anlagenmechanikers für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik ist sehr vielfältig. Wenn es um Bäder, Wärme- oder Klimasysteme in Gebäuden geht, ist der neue Beruf gefragt. Auch die Installation von Solarkollektoren und Anlagen zur Regenwassernutzung gehört zu Metier des Spezialisten für Gebäude- und Energietechnik. In der Berufspraxis kommen zunehmend moderne Technologien zum Einsatz. Beispielsweise lassen sich über das Internet Heizsysteme vom Bildschirm aus überwachen und Bäder mit 3D-Planungssoftware gestalten. Mittels intelligenter Steuerungs- und Regelungssysteme wird die Haustechnik optimal auf die menschlichen Bedürfnisse eingestellt. Entsprechend wurden der Ausbildungsrahmenplan und der Lehrplan der Berufsschule verändert.

Während der Ausbildungszeit erwirbt der angehende Anlagenmechaniker neben technisch-handwerklichen Fertigkeiten auch Wissen über Umweltschutz und Energieeinsparung sowie über Kundenberatung und Qualitätsmanagement. 

Bewerber sollten neben handwerklichem Geschick und dem Interesse an Technik auch Freude an kreativen Aufgaben wie Badgestaltung mitbringen und gerne mit Menschen umgehen. Die Lehre dauert dreieinhalb Jahre und ist für Jungen und Mädchen attraktiv. Nach der Gesellenprüfung kann man sich vielseitig weiterqualifizieren, zum Beispiel zum SHK-Energieberater, Kundendiensttechniker, zur Fachkraft für Regenwassernutzungsanlagen. Solar- oder Klimatechnik. Darüberhinaus gibt es die Abschlüsse zum Betriebswirt des Handwerks oder zum Techniker. Ferner bietet sich Meisterprüfung oder ein Studium der Versorgungs- oder Gebäudesystemtechnik an.

Wenn Sie Interesse haben, nehmen Sie Kontakt auf: shk@agvh.de

Klempner/in

Ob beim Neubau oder bei der Modernisierung, ob beim Repräsentativbau oder beim Einfamilienhaus - das Klempnerhandwerk realisiert die Dach- oder Fassadenbekleidung mit Materialien wie Kupfer, Titanzink, Aluminium und Edelstahl. Insofern bietet der Klempner ein geschlossenes Leistungsspektrum um das Metalldach und die -fassade, klärt die Landesinnung Sanitär-, Heizungs- und Klempnertechnik auf.

Schneiden, Kanten, Falzen und Löten von Blechen sowie die Befestigung dieser Bauteile an Baukörpern gehören zu den Tätigkeitsfeldern dieses Berufes. Dabei stellen sich im Alltag unterschiedliche Aufgaben: Klempnerbetriebe fertigen und monieren zum Beispiel Dacheindeckungen und Fassadenbekleidungen, Regenrinnen und Regenfallrohre, Dachgauben und Schornsteinbekleidungen. Dabei arbeitet der Klempner oft an denkmalgeschützten Gebäuden oder Repräsentativbauten. In der Gegenwartsarchitektur spielen Metalle an Dach und Fassade eine immer größere Rolle. Hier ist der Klempner Ansprechpartner für alle Fragen zur Planung und Ausführung von Metalldächern und –fassaden.

Werkzeuge eines Klempners sind heutzutage nicht mehr nur die Blechschere und die Kantbank, sondern auch computergesteuerte Schneide- und Umformmaschinen werden eingesetzt. Nach der Ausbildung bieten sich verschiedene Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten an, bei erlangter Fachoberschulreife ist auch ein Fachhochschulstudium zum Diplom-Ingenieur möglich. Bei entsprechender Qualifikation und Eintragung in die Handwerksrolle sind zusätzlich Arbeiten im Dachdeckhandwerk vom Klempner durchführbar. Wer sich für diesen Beruf interessiert, sollte auf alle Fälle schwindelfrei sein und die Arbeit im Freien mögen.

Wenn Sie Interesse haben, nehmen Sie Kontakt auf: shk@agvh.de

Berufsschulunterricht

Neue Organisation des Berufsschulunterrichts

Die Neuregelung ab dem Schuljahr 2011/2012 sieht nun Dank der aktiven Mitwirkung der Berufsschulen und des Ministeriums wie folgt aus:

  1. In den Wochen, in denen überbetriebliche Lehrgänge stattfinden, fällt für die davon betroffenen Berufsschulklassen der Unterricht aus. Das bedeutet:
  2. - Schüler, die zu einer überbetrieblichen Unterweisungsmaßnahme eingeladen sind, nehmen an dieser teil.

    - Schüler, die aus Kapazitätsgründen nicht zu dieser Unterweisungsmaßnahme eingeladen sind, haben im Ausbildungsbetrieb zu erscheinen.

  3. Der ausgefallene Berufsschulunterricht wird für diese Klasse in einer der darauffolgenden Wochen nachgeholt, indem zusätzlich zu den Regel-Schultagen ein oder zwei zusätzliche Berufsschultage für die gesamte Klasse hinzukommen.
  4. Die Landesinnung wie auch die Berufsschulen erstellen hierzu im voraus für das jeweils kommende Schuljahr Übersichtspläne, aus denen die Schul- und die überbetrieblichen Unterweisungstage hervorgehen. Diese Pläne erhalten Sie über die Landesinnung. Nach wie vor werden die Auszubildenden weiterhin schriftlich vor jeder überbetrieblichen Unterweisungsmaßnahme eingeladen. Aus dem Schulplan der zuständigen Berufsschule kann der Betrieb dann herauslesen, an welchen Tagen der ausgefallene Berufsschulunterricht durch zusätzliche Berufsschultage nachgeholt wird.

Wie alle Planungen, die im voraus unter Zugrundelegung bestimmter Annahmen vorgenommen werden, kann es in der Realität durch nicht vorhersehbare Umstände zu Abweichungen kommen. Hierfür bitten wir bereits jetzt um Ihr Verständnis und Ihre Mithilfe, dass Sie uns evtl. Anlauf- oder Umsetzungsschwierigkeiten mitteilen. Wir werden uns umgehend um eine Abhilfe kümmern.

Im Anhang haben wir Ihnen die Schulpläne der drei Berufsschulstandorte mit Erläuterungen beigefügt. Bei weiteren Fragen Ihrerseits können Sie sich gerne an die Geschäftsstelle wenden.

Wir hoffen, mit dieser Regelung eine Lösung im Interesse der Betriebe, die sich im Herbst 2010 in einer Abstimmung mit überwältigender Mehrheit für die Beibehaltung des tageweisen Berufsschulunterrichts ausgesprochen hatten, gefunden zu haben