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Heizungs-Check 2.0


Der Heizungs-Check war mit ca. 5.000 Teilnehmern eine der beliebtesten Schulungsmaßnahmen der letzten Jahre. Beim Heizungs-Check handelt es sich um eine standardisierte Inspektion einer bestehenden Heizungsanlage und eine daraus resultierende, ebenfalls standardisierte Bewertung. Er liefert somit eine dokumentierte, nachvollziehbare und objektive Analyse der Ist-Effizienz der Kundenanlage. Er stellt gleichzeitig sicher, dass alle relevanten Punkte für die umfassende Kundenberatung und zur Erstellung eines Sanierungsangebotes für die Heizungs­anlage beachtet werden.

Der Heizungs-Check bzw. das Checklisten-Verfahren im nationalen Anhang der DIN EN 15378 wurde auf Initiative der Bundesregierung (damals BMU) im Rahmen eines Forschungsprojekts weiterentwickelt. Seitens des ZVSHK und anderer Branchenverbände wurden große Anstrengungen unternommen, um das bereits existierende Checklisten-Verfahren (Heizungs-Check 1.0) im Einklang mit den Forschungsergebnissen zu überarbeiten und an den aktuellen Stand der Heizungstechnik anzupassen. Das neue Inspektionsverfahren, der Heizungs-Check 2.0, wurde Mitte 2015 fertiggestellt. Neu sind die Bewertung weiterer Wärmeerzeuger und der Warmwasserbereitung sowie eine standardisierte Beratung.

Die Bundesregierung hat mit Verabschiedung des Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE) im Dezember 2014 die Förderung des Heizungs-Checks angekündigt. Das BMWi hat im Sommer 2015 dazu mit den betroffenen Verbänden, u.a. dem ZVSHK, Workshops durchgeführt, um die Erarbeitung einer Förderrichtlinie und die Einführung des geförderten Heizungs-Checks vorzubereiten. Zu diesem Zeitpunkt war von der Einführung zu Jahresbeginn 2016 die Rede.

Unter diesen Voraussetzungen sind die vorbereitenden Arbeiten in der Verbandsorganisation zügig angelaufen. Schulungsunterlagen wurden erarbeitet, Dozentenschulungen durchgeführt und erste Handwerkerschulungen umgesetzt. Ein e-Learning-Modul steht in Kürze zur Verfügung.

Aktuell steht die Förderrichtlinie jedoch immer noch aus, die Details einer möglichen Förde­rung liegen nicht vor.

Gleichwohl gewinnt der Heizungs-Check nach DIN EN 15378 als Analyse des Ist-Zustandes und als Beratungsinstrument an Bedeutung, denn bereits zum jetzigen Zeitpunkt kann er in verschiedenster Form (mit-) gefördert werden:

1.    Im Sinne einer Optimierung bestehender Heizungsanlagen im Rahmen der KfW Förderprogramme Energieeffizient Bauen und Sanieren (Programmnummern 151,152 und 430; vergl. Liste der förderfähigen Maßnahmen).

2.    Eine Förderung kann ebenfalls über die Umsetzung des Anreizprogramms Energieeffizienz im Marktanreizprogramm (MAP) in Form der Optimierung einer bereits geförderten Heizungsanlage erfolgen. Auch dort ist die Analyse des ist Zustandes zum Beispiel nach DIN EN 15378 Voraussetzung und somit auch förderfähig.

3.    Eine steuerliche Förderung kann nach §35a EStG als haushaltsnahe Handwerkerleistung - auch als „Handwerkerbonus“ bekannt, erfolgen - mit max. 20% der Arbeitskosten.

Der ZVSHK stellt den Fachverbänden SHK nun ein umfangreiches Paket zum neuen Heizungs-Check zur Verfügung. Die Landesinnung wird hierzu eine Schulung veranstalten. Über die Termine wird gesondert informiert.