Fachbetriebspflicht für Heizöltankanlagen wird auf 1.000 Liter abgesenkt - Neuregelungen für Fachbetriebe zur Heizöllagerung

Im Zuge der Neuregelung des Wasserhaushaltsgesetzes zum Anfang des Jahres 2010 wurden auch der bisherige § 19 l, der für Fachbetriebe die Lagerung von wassergefährdenden Stoffen - Heizöl - regelte, abgeschafft.

Die neuen Regelungen bezüglich der Fachbetriebe werden in einer Bundesverordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV) aufgenommen, die die VAwS der Länder ablösen wird und voraussichtlich Ende 2012/Anfang 2013 in Kraft treten wird.

Welche Konsequenzen ergeben sich daraus für SHK-Betriebe, die an Heizöltankanlagen arbeiten?

Bisher war im Saarland für Tätigkeiten an Heizöltankanlagen erst ab einem Volumen von 10.000 Liter die Fachbetriebseigenschaft nach § 19 l WHG gefordert. Künftig wird in der AwSV bereits ab einem Volumen von 1.000 Liter gefordert, dass nur ein Fachbetrieb nach Wasserrecht an diesen Anlagen tätig werden darf. Die Heizöllageranlage in diesem Sinne reicht von Befüll- und Entlüftungsleitungen über den Tank und die Entnahmeleitungen bis hin zum Filter vor dem Brenner. Konkret bedeutet dies, dass jeder SHK-Betrieb, der an einer Heizöllageranlage mit mehr als 1.000 Liter tätig werden will, sich zum Fachbetrieb im Sinne des Wasserrechtes nach der neuen AwSV zertifizieren lassen muss.

Die Zertifizierung kann zum Beispiel über die WHG Überwachungsgemeinschaft des Handwerks e. V. erfolgen. Hierzu muss die Sachkunde durch den Besuch einer entsprechenden Fachbetriebsschulung nachgewiesen werden. Zusätzlich muss der Betrieb Mitglied in der WHG werden und sich einer regelmäßigen Überwachung unterziehen. Die sachkundigen Personen bzw. die Schulungsteilnehmer, die als technisch verantwortliche Betriebsbeauftragte für Fachbetriebe nach Wasserhaushaltsgesetz (WHG) vorgesehen sind, sollten Ingenieure oder SHK-Meister sein.

Die Landesinnung bietet diese Fachbetriebsschulungen an. Die Termine können oben unter „Seminare“ eingesehen werden.