Neue Organisation des Berufsschulunterrichts

Wie wir bereits mehrfach berichtet haben, werden die überbetrieblichen Unterweisungslehrgänge durch staatliche Zuschüsse von Bund und Land gefördert, so dass die Lehrgangsgebühren entsprechend niedrig gehalten werden können. Voraussetzung für die Förderung ist jedoch die unterbrechungsfreie Unterweisung an mindestens fünf Wochentagen hintereinander. Wird nun eine überbetriebliche Unterweisungsmaßnahme beispielsweise auch durch einen Berufsschultag unterbrochen, führt dies unweigerlich zum Ausfall der staatlichen Förderung. Aus diesem Grund hatten wir bereits per Rundschreiben auf diesen Umstand hingewiesen. Da in unserem Gewerk der Berufsschulunterricht an einzelnen Tagen pro Woche erteilt wird (kein Blockunterricht), musste nun gemeinsam mit dem saarländischen Bildungsministerium und den drei betroffenen Schulstandorten Dillingen, Neunkirchen und Sulzbach eine neue Regelung gefunden werden, bei der einerseits überbetriebliche Unterweisungsmaßnahmen en bloc durchgeführt, andererseits aber auch die staatlich verordneten Pflichtstunden im Berufsschulunterricht erteilt werden können. 

Die Neuregelung ab dem Schuljahr 2011/2012 sieht nun Dank der aktiven Mitwirkung der Berufsschulen und des Ministeriums wie folgt aus:

  1. In den Wochen, in denen überbetriebliche Lehrgänge stattfinden, fällt für die davon betroffenen Berufsschulklassen der Unterricht aus. Das bedeutet:
  2. - Schüler, die zu einer überbetrieblichen Unterweisungsmaßnahme eingeladen sind, nehmen an dieser teil.

    - Schüler, die aus Kapazitätsgründen nicht zu dieser Unterweisungsmaßnahme eingeladen sind, haben im Ausbildungsbetrieb zu erscheinen.

  3. Der ausgefallene Berufsschulunterricht wird für diese Klasse in einer der darauffolgenden Wochen nachgeholt, indem zusätzlich zu den Regel-Schultagen ein oder zwei zusätzliche Berufsschultage für die gesamte Klasse hinzukommen.
  4. Die Landesinnung wie auch die Berufsschulen erstellen hierzu im voraus für das jeweils kommende Schuljahr Übersichtspläne, aus denen die Schul- und die überbetrieblichen Unterweisungstage hervorgehen. Diese Pläne erhalten Sie über die Landesinnung. Nach wie vor werden die Auszubildenden weiterhin schriftlich vor jeder überbetrieblichen Unterweisungsmaßnahme eingeladen. Aus dem Schulplan der zuständigen Berufsschule kann der Betrieb dann herauslesen, an welchen Tagen der ausgefallene Berufsschulunterricht durch zusätzliche Berufsschultage nachgeholt wird.

Wie alle Planungen, die im voraus unter Zugrundelegung bestimmter Annahmen vorgenommen werden, kann es in der Realität durch nicht vorhersehbare Umstände zu Abweichungen kommen. Hierfür bitten wir bereits jetzt um Ihr Verständnis und Ihre Mithilfe, dass Sie uns evtl. Anlauf- oder Umsetzungsschwierigkeiten mitteilen. Wir werden uns umgehend um eine Abhilfe kümmern.

Im Anhang haben wir Ihnen die Schulpläne der drei Berufsschulstandorte mit Erläuterungen beigefügt. Bei weiteren Fragen Ihrerseits können Sie sich gerne an die Geschäftsstelle wenden.

Wir hoffen, mit dieser Regelung eine Lösung im Interesse der Betriebe, die sich im Herbst 2010 in einer Abstimmung mit überwältigender Mehrheit für die Beibehaltung des tageweisen Berufsschulunterrichts ausgesprochen hatten, gefunden zu haben.

Einteilung Berufsschulunterricht bei Überbetrieblichen Unterweisungen am Beispiel der Klasse 10.1